[2017] Veins – Innocence

Album-Review zum Album «Innocence» von «Veins»

 

Facts & Figures

Band: Veins
Herkunft: IT
Genre: Thrash/Death Metal
Datum: 16.06.2017
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Line-Up
Drums: Riccardo Piazza
Guitars: Lorenzo Natale
Guitars, Vocals: Francesco de Canio
Bass: Fabio Romano

Track-Liste
01. Animula Vagula Blandula
02. Pt. 1 – The Statenment
03. Until Dawn
04. Reflections
05. Pt. 2 – The Fear
06. Dying
07. Bullet in the Head
08. Innocence
09. Take My Hand
10. Time doesn’t Exist

Das Album

Hier haben wir wieder einmal ein Debütalbum vorliegen. «Innocence» wurde zwischen 2015-2016 in dem Band eigenen Studio in Rom aufgenommen. Auf ihrer Webseite schreibt «Loud and Proud Italy»:«Take Kreator, let them play the prog of Orphaned Land, now let them hear Vovoid and Prong. There you go… Do you understand? No? Listen to the Album». (https://www.veinsband.com/, 2018). Wollen dir doch mal schauen ob dies wirklich der Realität entspricht.

Die Songs

Es ist früh morgens um halb sieben und ich setzte mich an dieses Review. Schon der erste Song zwingt mir ein Lächeln aufs Gesicht. Ich freue mich richtig auf dieses Album. Das animalische Intro bietet eine Verankerung für den Sturm, welchen wir bereits im ersten Song vorgesetzt bekommen. Instrumentenbezogen, brutal und nackenbewegend, muss ich jedoch gestehen, dass die Stimme eher unpassend und beinahe peinlich machtlos erscheint. Dies ändert sich aber zum Glück am Ende des Liedes noch.

«Until Dawn» beginnt komplett aggressiv und düster, und wird später von einer wirbelnden Gitarre unterstützt. Die erste Hälfte bis zum Solo ist mir aber nach ein paar Wiederholungen doch ein bisschen zu eintönig und leider kehrt dieses schwache Stimmchen zurück.

Einer der besten Songs der Platte ist meiner Ansicht nach «Dying». Vermutlich liegt dies hier an der abwechslungsreichen Gestaltung, zwischen den starken Wechseln und doch sehr sanften Parts, in welchen die Band Clear Vocals benutzt. Und trotzdem schaffen sie es auch einmal dramatisch zu klingen. Während die Gitarren vorne ihre Melodie spielen, unterstützt sie der Background sehr stimmig zu einer doch sehr passenden Kombination. So langsam wie der Song beginnt, so schlagartig endet er auch schon wieder.

«Bullet In The Head» ist von dem Aspekt interessant zu hören, weil die Instrumente hier wohl abermals einen Abstecher in den Thrash gemacht haben. Die provokant gespielte Arhythmie macht den Song nach «Dying» zu meinem Favoriten des Albums.

Allgemein muss man sagend, die Italiener sind dem Thrash wohl näher als ihnen selber bewusst sein mag. Parallelen sehe ich unter anderem zu Band wie «Destruction». Aber auch «Lamb of God» waren wohl eine Ihrer Inspirationsquellen. Die fällt einem besonders auf, wenn man sich die härteren Songs und Passagen einmal genauer anschaut.

Bewertung

Ein von Grund auf solides Album mit einer leider viel zu sanften und teilweise drucklose Stimme. Die Instrumente passen sehr gut und zimmern einen guten Boden in das leider noch ein bisschen wackelige Haus. Besonders schade ist dies, wenn der Hintergrund eigentlich am Beben ist und Vollgas gegeben wird, dann aber die Stimme im Vordergrund die gesamte Aufmerksamkeit auf sich zieht und das Ganze zum Einsturz bringt. Allgemein dürfte mir das nächste Album noch ein Stück grober und herber herauskommen. Die Stimme benötigt meiner Meinung nach noch ein paar Bar dahinter um sich mit den doch schon ganz gut klingenden Instrumenten messen zu können. Jedoch muss man auch sehen, dass «Veins» mit «Innocence» ihr Debütalbum herausgebracht haben. Somit ist für das Erste nur eines zu sagen: Chapeau, mehr Brutalität dann kommts gut.

2018-11-14T22:08:28+00:00Bands: |

Über den Autor:

Christoph’s „coming out“ hatte er mit 14 Jahren als er von seinem Nachbarn dazu genötigt wurdeb Monster Hunter Freedom Unite (damals noch auf der PSP) zu spielen. Über 1000 Stunden lang begleitete Ihn dieses Spiel und damit auch Klassiker des Punks/Rock und Heavy Metals, vor allem aber das Album Billy Talent 2. Der Grundstein war gelegt und so folgte ein unbändiges Interesse an der Metalszene mit all ihren Facetten, in welchen er sich nun seit mehreren Jahren befindet und wohlfühlt. Sei es Thrash, Death oder Black Metal, Christoph weis zu allem etwas zu sagen und wurde so zu einem Allrounder. Und es scheint kein Ende in Sicht zu sein. Bei Plekvetica kümmert er sich vor allem um Album-Reviews und ab und zu ein Interview.

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