[2018] Evolucija – Hunt

Album-Review zum Album «Hunt» von «Evolucija»

 

Facts & Figures

Band: Evolucija
Herkunft: RS/CH
Genre: Gothic Metal
Datum: 29.03.2018
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Line-Up
Drums: Goran Nikolić
Guitars: Igor Miladinović
Guitars: Stevan Miletić
Vocals: Ilana Marinjes
Bass: Dragiša Marinjes

 

 

Track-Liste
01. Hunt
02. A Rose With No Name
03. Velvet Cage
04. Poet
05. Reflections on a Blade
06. Portrait
07. Wish
08. Lonely
09. Remorse
10. Metamorphosis

Das Album

Das Album «Hunt» von der Serbischen Gothic/Symphonic Metal Band «Evolucija» wurde im März 2018 veröffentlicht. Das Album fasst 10 Titel und eine Spielzeit von 39 Minuten. Passend zum Bandnamen wurde auch das Artwork gewählt, welches die typische Evolutionssymbole vom Affen zum aufrecht gehenden Menschen darstellt. Musikalisch bietet das Album melodiöse Parts mit hoher, aber sanfter Stimme. Einzelne männliche Backing-Vocals sorgen immer wieder für etwas Abwechslung. Das Album ist klar auf Symphonic/Gothic Rock/Metal Fans abgestimmt und für Anhänger anderer Genres nicht geeignet.

Die Songs

Mit dem ersten Song «The Hunt» wird gleich zu Beginn die Richtung gezeigt. So sorgen majestätisch wirkende Keys zusammen mit einem treibenden Gitarren-Riff für Lust auf mehr. Die hohen Vocals fügen sich hier sehr gut ein. «A Rose with No Name» startet mit einem Kurz-Gesangsintro, für einmal in einer tieferen Stimmlage. Der Rest des Songes erinnert dann wieder an das erste Stück und knüpft an repetierende Melodien und hohe Vocals an.
Der dritte Song «Velvet Cage» sorgt nun für etwas Abwechslung. Denn in diesem Song liegt der Fokus etwas mehr auf der Gitarre, so werden die Keys nicht mehr so in den Vordergrund gesetzt und sorgen für etwas Abwechslung in der Platte. Ein ansprechendes Solo schmückt den Song zum Schluss noch etwas aus.

«Poet» lässt zwar eine einprägsame Melodie im Gedächtnis, sorgt für eine Mischung aus dem vorherigen Song und den ersten beiden Songs, jedoch lässt mich dieser Song etwas einnicken. Es ist zu wenig Einzigartigkeit innerhalb des Songs zu verspüren.
Dies wird aber im nächsten Stück «Reflections on a Blade» bereits korrigiert. Es herrscht nun wieder etwas Dynamik, ähnlich wie bereits «Velvet Cage».«Portrait» ist wieder ein etwas einfacher gehaltenes Stück, welches wieder dem Konzept von «Poet» verfällt und mir nicht zusagt.

Mit «Wish» wird man mit einem ansprechenden Gitarren-Intro in den Song hineingetragen. Auch die Strophe mit den Vocals und den im Hintergrund wirkenden Riffs spielen hier gut zusammen. Leider ist der Refrain aber dann doch zu kitschig gehalten und wertet den Song dadurch stark ab.

Als nächster Song steht «Lonely» auf dem Programm. Sofort kommt mir «Nemo» von «Nightwish» in den Sinn, wenn ich diesen Song höre. So sind sowohl die Struktur, wie auch die Instrumentalen Aspekte stark an diesen Song gelehnt. Dadurch verliert der ansonsten gute Song für mich etwas an Bedeutung, wenngleich es einer der besseren Songs der Platte ist.

Bei «Remorse» geht dann die Post noch richtig ab. Erinnert der Song zu Beginn etwas an Within Temptation, wird dieser Vergleich dank schnellen Riffs und starken Gitarren-Zwischenparts wieder hinfällig. Die Dynamik zieht sich über den gesamten Song hinweg und ist somit aus meiner Sicht der Beste Song dieser Platte!

Mit «Metamorphosis» wird das Album abgeschlossen. Dieser Song ist zwar langsamer als sein Vorgänger, doch werden die Gitarren stark eingesetzt und schliessen somit das Album stark ab.

Bewertung

Evolucija haben das Rad nicht neu erfunden. Das Album weist keine einzigartigen Merkmale auf, welche sie von anderen Bands aus diesem Genre abheben würde. Trotzdem ist das Album der Beweis dafür, dass es immer noch Bands in diesem Genre gibt, welche mit neuen Songs das Genre am Leben erhalten können. Es gibt auf der Platte zwar keinen Über-Hit, doch sorgt das Album als Ganzes betrachtet für 40 Minuten Unterhaltung. Vor allem die letzten beiden Songs kann ich zum Reinhören empfehlen.

2018-11-14T22:00:45+00:00Bands: |

Über den Autor:

Er ist ein junger, erfrischender Mensch, der bereits früh grosse Verantwortung übernahm. Sei es im Berufsleben, aber auch im Privaten. Er beschäftigt sich zwar erst seit kurzem genauer mit der Musik, doch dafür mit einer umso grösseren Leidenschaft. Oft schaut er sich die Underground-Metal Szene an, geht auf die Bands und ihre Geschichte ein, beschäftigt sich mit deren Musik und den Hintergründen der Werke detailliert. Daher ist es auch keine Überraschung, dass er für Plekvetica die Reviews der Konzerte und Alben schreibt.

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