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Folk-Metal Abend in der Metbar? So begaben wir uns wieder einmal nach Lenzburg, um uns die Winterthurer Pirate-Metal Band Calico, die Italiener von Blodiga Skald und Leecher aus Ungarn anzuhören. Soundprobleme, gute Stimmung und unerwartete Cello-Musik fassen den Abend dabei kurz zusammen.

Calico

Als Opener betraten Calico die Bühne. In gewohnt thematisch passendem Outfit spielten die Jungs ihr Set durch. An sich coole Musik sowie einige neue Songs wurden leider durch katastrophale Akustik überlegt. So war der Bass nicht wahrnehmbar, die Geige erinnerte mehr an einen Dudelsack und auch der Rest war völlig verschwommen. Sehr schade, denn dies machte den sonst guten Auftritt Kaputt. Solch schlechter Sound ist sonst nicht Met-Bar Style. Hoffen wir mal, bei der nächsten Band wird dies korrigiert.

Setlist

1. Kraken’s Chest
2. A Cursed Ship’s Tale
3. Kicking Flamingos
4. Loyal To None But Rum
5. Surrender Or Die
6. Invisible Pineapples
7. Paul The Parrot
8. The Feast Of Emerald Meadows

Blodiga Skald

Als zweite Band betraten nun Blodiga Skald die Bühne. Als Vorbereitung auf das Konzert habe ich mir einige Tage zuvor das Album der Italiener angehört und war begeistert – schaut doch dort mal vorbei… Als ich sie nun Live sah, war ich überwältigt, denn es hörte sich an wie auf der CD. So wurden alle Folk-Elemente durch E-Geige und Keyboards gespielt und nicht nur eingesamplet. Und wenn mal eine Flöte gefordert ist, so bedient sich der Sänger dieser und spielte diese ebenso Live. Dies, aber vor allem die animierenden Melodien sorgten für grossen Spass. Und wenn kein Pit mit den Besuchern gemacht werden kann, so kam der Sänger herunter, um selbst mitzufeiern und alles aufzumischen. Die Akustik wurde in der Zwischenzeit zurechtgebogen, so dass es nun auch zum Zuhören unterhaltsam war. Highlight der Show war sicherlich, als sich der Sänger erneut ins doch etwas kleinere Publikum stürzte, um an der Wall of Death teilzunehmen, welche er zuvor forderte. Doch nebst der Stimmung hat die Band ja auch Musik gespielt. Aber was spielen sie? Als erstes kämen mir jetzt viele Underground Folk-Bands aus der Westschweiz in den Sinn. Eine düstere Version von Grimner? Vielleicht. Am besten hört ihr einfach mal rein, wenn ihr Growls, Folk-Elemente, Sauflieder und Musik, welche mit Herzblut erschaffen wurde, mögt.

Setlist

1. Epica Vendemmia
2. Ruhn
3. Blood and Feast
4. Isla Bonita
5. Laughing With The Sands
6. I Don’t Understand
7. Sadness
8. Panapiir
9. Too Drunk To Sing

Leecher

Als letzte Band betraten Leecher aus Ungarn die Bühne. Nach der geballten Stimmungskanone aus Italien wurde es nun ruhig. Für mich zu ruhig. So waren alle Besucher doch so aufgeheizt worden, um sich jetzt diese musikalisch starke, aber stimmungstechnische Flaute anzuhören. Die Sängerin gab zwar ihr bestes und wurde stetig von 3 Celli begleitet, doch konnte sie bei mir keinen Nerv treffen. Vielleicht wären da andere Support-Acts besser geeignet gewesen, um die Stärken der Band besser zu betonen.

Doch schlussendlich sind wir froh um die Wahl des Support-Acts, denn so habe ich erneut eine starke Band entdecken dürfen.

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