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Manoir Pub in St.Maurice, man könnte auch schreiben: «A Metalheads Dream». Angefangen von der sehr angenehmen Anfahrt via einer Autobahn, die sowohl schönen Ausblick wie zügige Fahrt bietet, über das unglaublich hübsche Städtchen in idyillischer Lage, hin zum Veranstaltungsort selbst, dem Manoir Pub. Eine grossartige Bierauswahl, sympathisches Personal, gute Akustik und stimmige Atmosphäre werden hier vereint. Zudem hat man prinzipiell die Möglichkeit, zu fairen Preisen auf ein gutes kulinarisches Angebot zuzugreifen, und durch die frühen Anfangs- und Endzeiten kommt man sogar noch zu vernünftiger Zeit nach Hause. Wenn auch mit em Nachteil, das man als Anreisender leider riskiert, Bands zu verpassen, wie Heute leider geschehen.

Mortuary

Leider musste Mortuary von Anfang an der Anreise geopfert werden, da die Band bereits um 17:30 loslegte und die Anreise nicht früher möglich war.

Modern Age Slavery

Leider musste dieser eigentlich durchaus interessanter Vertreter des modernen Death Metal der Idiotie des Reviewers geopfert werden. Die Behebung Drum-technischer Probleme wurde als verspäteter Beginn des Soundchecks gedeutet und der Ansturm an die Bar führte dazu, dass man sich zwecks Verpflegung gegen die leckeren lokalen Burger und für einen Dönner in der Nähe Entschied. In dieser Zeit hämmerte die Band schnell ihr verkürztes Set raus, welches laut anwesenden auch durchaus tight war. Der Dönner (sowie der der nette Dönnermeister) waren zwar auch ganz tight, die Band wäre aber wahrscheinlich netter gewesen. Sicherlich könnte man jetzt einwerfen, dass der Widerspruch gegenüber der Running Order stutzig machen könnte, mais on n’a pas pensé à demander quel qu’un pour des informations; il-y-a des temps qu’on est plus interessé en manger et pour être hônnete: Je seulment parle de Röschtigraben.

Entombed A.D.

Eines vorneweg: Das aus komischem Rechtstreit geborene „A.D.“ steht hier nur zwecks Faktualität, denn was hier präsentiert wurde, war Entombed (Ohne A.D.). Schlicht und ergreifend, weil Sänger Petrov seit jeher die Präsenz dieser Band mit seiner unglaublich sympathischen Art definiert hat, wie auch an diesem Abend. Und ganz ehrlich, Entombed ist eine Band, die nur im Kontext dieser Live-Präsenz wirklich Existenzberechtigung hat. Diese dafür aber sowas von vollumfänglich. Der Saal rockte, rollte und überschlug sich schier vor Freude, und dies ist zu einem grossen Teil dem benannten Sänger geschuldet, welcher diese Band mit solch unglaublicher Inbrunst feiert, dass der Funke einfach überspringen muss. Natürlich waren sämtiche Musiker in Sachen Fertigkeit und Präsenz sehr gut, aber gewisse Bands haben einfach diese Art Überfigur. Und so war und ist es mit Entombed. Death ‚n‘ Roll von feinstem, HM2-Kettensägengitarren vom lärmigsten und ein Sänger, welcher sich vom anwesenden Stagehand den seitlichen Bühnenvorhang heben lässt, damit er auch den billigen Plätzen Hallo „sagen“ kann. Was will man mehr? Also, ausser vielleicht Songs, die auf CD ähnlich unterhalten wie in ihrer Live-Darbietung.

Vader

35 Jahre Vader. 35 Jahre Death Metal. ohne Unterbruch, ohne Qualitätseinbruch. Ein Fakt welcher umso unmöglicher wirkt, je länger er im Hirn verweilt. Selbst den sympathischen Ansagen des Frontmanns glaubt man eine gewisse Ungläubigkeit ob dieser Tatsache zu entnehmen. Und doch ist es Realität. Die mächtige Bühnenperformance, hervorgehend aus eben diesen 35 Jahren konstantem Feinschliff, ist Beweis genug. Es wurde eine Songauswahl der Spitzenklasse dargeboten. Von alten Hits wie „Solthis“ und „Black to the Blind“ hin zu neuzeitigen Brechern wie „Never Say My Name“ wird man einfach nur verwöhnt mit Death Metal alter Schule, ohne Angst vor Modernem. Herausragender Death Metal, der es schafft, gleichzeitig brachial kompromislos und doch irgendwie verspielt daher zu kommen. Und man kann sich irgendwie nicht der Faszination entziehen, dass all diese Songs klar aus einem Guss wirken, und doch jede Schaffensphase seine eigene Identität entfaltet, aber immer qualitativ gut geschrieben und natürlich extrem tight gespielt. Am Ende dieses grossartigen Konzerts könnte man dann zwar schon anmerken, dass jetzt doch nicht so viel von den einzelnen Songs hängen bleibt, obwohl Gesang, Drum und Gitarren allesamt technisch hochstehend sind, durchgehend abwechlsungsreich und dynamisch geschrieben. Aber am Ende des Tages wird bei Vader primär das Fachhandwerk des Death Metal an sich zelebriert, und dies kriegt man nirgends besser. Und auch nur selten ähnlich gut.

Fazit

Geht ins Manoir Pub. Veranstalter Axel holt konstant immer wieder grossartige Bands dort hin, welche herausragende Auftritte abliefern. Wohl durchaus motiviert durch die grossartige Atmopshäre der Location und die Qualität des Teams. Reist einfach früh genug an, die Vorteile zeigt euch dieser Bericht wohl in mehrfacher Weise deutlich auf.

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