Hedera + Forge + Nightcrawler – 20.01.2018

Ein spezielles Bild fand sich letzten Samstag in der Met-Bar Lenzburg vor. Überwiegend Besucher aus Bern fanden sich in der Bar zusammen, um sich eine Portion Judas Priest, Paganed/Symphonic Black Metal und Folkdeath anzuhören. Der Grund der vielen auswärtigen Besuchern? Alle Bands des Abends stammten aus dem Kanton Bern. Eine sehr ausgelassene Stimmung war das Markenzeichen des Abends, so konnten die Priester von Night Crawler die Stimmung ankurbeln, bevor die Wikinger von Forge eine Ladung Paganed/Symphonic Black Metal durch die Bar schossen. Den Abschluss machte die Folkdeath-Band Hedera, welche sich den Weg von der Bühne kämpfen mussten, so lautstark wurde immer und immer wieder eine weitere Zugabe gewünscht. Fazit: Ein sehr gelungener Abend!

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Night Crawler

Den Anfang machte die Band Night Crawler. Eine Judas Priest Cover Band aus Bern. Sie konnten schnell eine gute Stimmung aufbauen, sicherlich auch aufgrund der bekannten Songs der bekannten Vorbilder. Die Abmischung an diesem Abend war äusserst Stark. Leider gab es vermehrt Monitoring Probleme auf der Bühne, was es für die Band erschwerte, zu spielen. Doch die Jungs liessen sich nicht beirren, was auch in der Ansage deutlich wurde: «Wir haben zwar Monitoring Probleme, aber wir spielen jetzt einfach weiter, sonst wird es für euch ja langweilig». Allgemein konnten die Jungs einen starken Auftritt an den Start legen, sicherlich auch aufgrund der starken Stimme. War diese zwar etwas tiefer als das Original, passte es trotzdem gut ins Gesamtbild hinein.

Setlist

1. Rapide Fire
2. Metal Gods
3. Living After Midnight
4. Steeler
5. Breaking The Law
6. Wheels of Fire
7. Electric Eye
8. Grinder
9. You’ve Got Another Thing Coming

Forge

Deutlich härter und düsterer ging es schliesslich mit Forge weiter. Die Ankleide, aber auch die Namen der Tracks und die Thematik der Songs erinnern stark an die Wikinger und die nordische Mythologie. Auch fehlte die für den Black Metal typischen Gesichtsbemalung auf der Bühne. Ist es also überhaupt Black Metal oder haben wir hier eine Pagan-Band vor uns? Der Sound klärte diese Frage schnell auf: Es ist eine Mischung, so ist es in erster Linie Black Metal, hat aber viele Elemente aus dem Pagan, die hier hineinfliessen. So haben wir eine Geige auf der Bühne und viele eingespielte Orchester. Einzig beim Song «Tanz der Walküren», welcher ohne Vocals ist, wurde der Stil etwas abgeändert. Ein Song, der sofort zum Tanzen einlud und von vielen Fans auch ausgelassen gefeiert wurde. Insgesamt konnten mich Forge mit ihren 10 Songs überzeugen. Eine solide Leistung, wenn man bedenkt, dass dies das erste Konzert der Bandgeschichte war. War ihnen zwar die Nervosität etwas anzumerken, liessen sie sich nicht beirren und zogen ihr Ding durch. Die sympathischen Ansagen und die relative gute Stage-Performance vom Sänger Ragnar waren da sicherlich hilfreich. Nur ein Punkt trübte das Ganze: Die Band verfügt über keinen Drummer, weshalb alle Schlagzeug-Parts über einen Drum-Computer eingespielt wurden. Doch dies kann man ändern. Du bist ein Schlagzeuger und suchst zurzeit eine Band? Oder du kennst jemanden? Dann melde dich direkt bei der Band.

Setlist

1. The Rise Of The Viking
2. Tyr The Wargod
3. Sons Of Odin
4. Heimdall
5. The Forge
6. Nordic Kings
7. Tanz der Walküren
8. The Death Of A Warrior
9. A Dark Prophecy
10. Ragnarök Awaits

Hedera

Den Abschluss machten die Folkdeath-Metaller Hedera. Mit einer bekannt starken Performance vermochten die Berner um Frontmann Mike die Leute sofort zu überzeugen. Eine bombastische Stimmung herrschte fortan in der Met-Bar. Häufiges synchrones Headbangen aller Bandmitglieder, die lachende Violinistin Iris und krachende Folk-Melodien zeichneten den Auftritt. Da die ersten beiden Auftritte etwas zu lange dauerten, mussten Hedera leider ihre Set-List verkürzen. Dies ist schwierig, so kurzfristig diese Änderung vorzunehmen. Trotzdem konnten sie mit 11 Songs noch für einiges an Stimmung sorgen, bevor das Konzert zu Ende ging. Mit einem grossen Dankeschön dafür wollte sich die Band verabschieden, doch das Publikum forderte vehement nach einer Zugabe. Und so kam es zu einer Überraschung. Die Band hatte vor einiger Zeit für einen ihrer treusten Fans ein Geburtstagslied geschrieben, den «Oli-Song». Um also die Stimmung auf den Höhepunkt zu treiben forderten sie den betroffenen sowie ein Geburtstagskind vom Vortag auf die Bühne. Gemeinsam wurde die Zugabe gespielt und gefeiert. Zum Schluss konnte auch der gestrichene Song «Loss» noch gespielt werden, bevor es dann doch noch zum Ende kam.

Setlist

1. Harbinger
2. Scythe’s Blade
3. Revenge
4. Ablaze
5. Game Of Thrones (Cover)
6. Charons Toll
7. As Accusations Suffice
8. The Revenant
9. Sisphos
10. Moloch
11. Conclusion
Zugabe 1: Oli Song (Birthday Special)
Zugabe 2: Loss

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2018-04-22T16:40:50+00:00 Tags: , , |

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