[2018] Shylmagoghnar – Transience

Album-Review zu «Transience» von «Shylmagoghnar»

 

Facts & Figures

Band: Shylmagoghnar
Herkunft: NL
Genre: Atmospheric/Melodic Blackened Death
Datum: 29.07.2018
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Line-Up
Guitars, Bass, Drums, Synths: Nimblkorg
Vocals: Skirge
Posaune bei „The Chosen Path“: Ramon Bertrand (Gastmusiker)

Track-Liste
01. Transience
02. The Dawn of Motion
03. As All Must come to Pass
04. This Shadow of the Heart
05. The Chosen Path
06. No Child of Man Could Follow
07. Journe Through the Fog
08. Life

Das Album

Endlich wieder ein Album der zwei Niederländer. Obwohl diesmal das Album ganze 20min länger ist kann ich es nach ihrem bombastischen Letzen und zugleich ersten Meisterwerk (Emergence) gar nicht erwarten loszulegen. Im Unterschied zu Emergence wurden die Jungs für Transience diesmal von Napalm Records unter die Fittiche genommen.

Die Songs

Wie in Emergence gibt es auch hier wieder Instrumental Songs. Meistens gefallen mir solche Lieder nicht auf Anhieb. Das liegt vermutlich daran, dass die meisten Musiker einfach nicht die Kreativität mit gleichzeitigem Knowhow kombinieren können. Hier halten wir jedoch eine dieser bekannten Ausnahmen von der Regel in der Hand. Kunstvoll bedienen sich die Magier hier einem breiten Spektrum von verschiedenen Musikinstrumenten und Spielarten und legen somit eine Performance ab, welche ihres gleichen sucht. Man darf aber auf keinen Fall vergessen, dass es sich hierbei erst um das 2. Studioalbum handelt. Die Jungs können es sich aber absolut leisten in einigen Songs nur ihre Instrumente sprechen zu lassen.

Häufig in brutale Vocals und atmosphärischen Hintergrund gekleidete Parts wechseln sich aber auch immer wieder mit epischen, nackenschmerzen forcierende Teilen ab.

Die Gitarre thront häufig über alle dem und ist absolut gekonnt in einen lockeren, beinahe luftig wolkigen klang gehüllt. Sie kann aber auch donnern wie die Ehefrau, wen man nach einem Konzert mit den Jungs wieder einmal völlig kaputt und besoffen nach Hause kommt. Als Referenz hierzu kann ich nur jedem empfehlen «The Chosen Path» anzuhören und auch einmal bei ihrem Gastmusiker und zugleich Bruder Ramon Bertrand vorbeizuschauen, welcher hier eine super Leistung erbracht hat. Es muss einem auch erst einmal in den Sinn kommen, Blackened Death Metal mit einer Posaune zu kombinieren. Dies zeigt für mich einmal wieder die kreative Leistung hinter diesem Album und vor allem bricht eine gewisse Vorfreude auf ihr nächstes Werk aus.

Die Band scheut sich aber nicht auch einmal sehr ruhige und bedachte Spielweisen vorzutragen, wie wir sie zum Beispiel am Schluss im Song Life finden können. Leider muss man sagen, dass es auch ein paar Mankos gibt. Beispielsweise ist der Song Journey through the fog eher langfädig. Natürlich sagt der Titel nichts anderes aus, aber als Hörer wird es einmal auch einmal zu bunt.

Bewertung

Allgemein gesehen ist dies für mich eine der besten Veröffentlichungen und jeder der an atmosphärischer und zugleich brutaler Musik seine Freude findet, wird sich hier absolut zu Hause fühlen. Shylmagoghnar schaffen es auch in diesem Album wieder eine gute Mischung zwischen starken Emotionen und Komplexität zu finden Die Songs strotzen nur so vor Epik und starken Übergängen. Teils sanft, teils brutal, teils ein Gemisch aus beidem findet auf diesem Album jedermann etwas für sich. Absolute Kaufempfehlung meinerseits. Ich bin der unerschütterlichen Überzeugung, dass wir in Zukunft noch Grossartiges von den Jungs erwarten können

Weiter möchte ich auf mein ausführliches Review zu ihrem ersten Album Emergence verweisen, wo ich die Band und Ihren Hintergrund ausführlich erläutert habe.

2018-11-14T21:55:31+00:00Bands: |

Über den Autor:

Christoph’s „coming out“ hatte er mit 14 Jahren als er von seinem Nachbarn dazu genötigt wurdeb Monster Hunter Freedom Unite (damals noch auf der PSP) zu spielen. Über 1000 Stunden lang begleitete Ihn dieses Spiel und damit auch Klassiker des Punks/Rock und Heavy Metals, vor allem aber das Album Billy Talent 2. Der Grundstein war gelegt und so folgte ein unbändiges Interesse an der Metalszene mit all ihren Facetten, in welchen er sich nun seit mehreren Jahren befindet und wohlfühlt. Sei es Thrash, Death oder Black Metal, Christoph weis zu allem etwas zu sagen und wurde so zu einem Allrounder. Und es scheint kein Ende in Sicht zu sein. Bei Plekvetica kümmert er sich vor allem um Album-Reviews und ab und zu ein Interview.

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