Review


Saxon - Hell, Fire and Steel Tour
The Mighty Saxon, die Urgesteine des NWOBHM, gaben sich im ehrenwerten Volkshaus die Ehre. Die Band um den charismatischen Sänger „Biff“ Byford gab von Beginn weg Vollgas. Sie spielten sich quer durch ihre Alben. Der Sound war wie gewohnt solid und die Fans kamen auf ihre Kosten. Da durften Hits wie „Dallas 1 PM“, „Wheels of Steel“ oder „Machine Gun“ nicht fehlen. Das Konzert gipfelte am Ende mit den Klassikern „Crusader“, „Heavy Metal Thunder“ und „Denim and Leather“. Unterstützt wurden sie von den Ladys von Girlschool um Sängerin Kim McAuliffe, welche noch fast in Originalbesetzung unterwegs sind. Den Abend eröffneten Grand Slam aus England.
Saxon – immer noch großartig
Die Veteranen von Saxon machten im Rahmen ihrer „Hell, Fire and Steel Tour“ Halt im Volkshaus Zürich. Und einmal mehr lieferten sie eine makellose Show ab und bewiesen, dass sie wirklich zu den Meistern des Heavy Metal gehören – und das seit über 40 Jahren. Totaler Respekt!
Zum Auftakt des Abends stand Grand Slam auf dem Programm und spielte ein relativ kurzes Set, das die Stimmung jedoch gut anheizte – insbesondere mit Covers von Thin Lizzy und Gary Moore. Das Publikum wusste die Performance der Musiker zu schätzen.
Anschließend betraten Girlschool die Bühne für ein etwa 40-minütiges Konzert. Die Engländerinnen haben eine lange und bewegte Karriere hinter sich. Während der ersten Songs schien die Stimme der Gitarristin und Sängerin Kim McAuliffe etwas an Kraft zu fehlen, doch im Laufe des Auftritts besserte sich die Situation. Natürlich spielten Girlschool all ihre Klassiker, darunter „Come On Let’s Go“, „Hit And Run“ und als krönenden Abschluss den mitreißenden Hit „Emergency“ mit seinen unverwechselbaren Riffs. Auch „It Is What It Is“ vom neuesten Album WTFortyfive? konnte überzeugen. Und natürlich durfte ein Motörhead-Cover („Bomber“) nicht fehlen. Am Ende war es ein starkes Konzert, mit besonderem Lob für die stets lächelnde Gitarristin Jackie Chambers, deren Spiel präzise und scharf war.
Saxon, mit großer Begeisterung erwartet, starteten ihr Set mit Vollgas und spielten den Titeltrack ihres neuesten und hervorragenden Albums Hell, Fire and Damnation. Biff Byford und seine Bandkollegen hielten die Intensität während des gesamten Konzerts hoch und mischten historische Klassiker wie „Dallas 1 PM“, „Solid Ball of Rock“ und „Strong Arm of the Law“ mit neuen Songs wie „Madame Guillotine“ und „There’s Something in Roswell“.
Nach diesem ersten Teil folgte das komplette Wheels of Steel-Album, inklusive unvergesslicher Tracks wie „Motorcycle Man“ und „747 (Strangers in the Night)“. Dieser fantastische Abend endete mit vier weiteren Hits der Band: „Crusader“, dem explosiven „Heavy Metal Thunder“, „Denim and Leather“ sowie „Princess of the Night“.
Der Auftritt von Saxon dauerte 1 Stunde und 45 Minuten – und während dieser Zeit ließ Biff Byford das Publikum völlig vergessen, dass er bereits 74 Jahre alt ist! Seine Stimme und Energie sind nach wie vor beeindruckend. Die Fans im Volkshaus gingen nach diesem Abend mehr als zufrieden nach Hause.
Laurent Wirz