Review
Witch Fever - Fevereaten UK & Europe Tour 2026
Nachdem die Band im vergangenen Jahr noch als Support von Volbeat auf grösseren Bühnen zu sehen war, steht sie nun erstmals wieder auf eigener Tour – und zeigt dabei eindrucksvoll, dass sie auch ohne prominente Begleitung zu überzeugen weiss. Ihr energiegeladener Sound, der gekonnt Elemente aus Alternative Rock und Post-Punk verbindet, entfaltet vor allem in kleinen, intimen Clubs seine volle Wirkung.
Alle Bilder herunterladen
Diese Funktion ist nur für eingeloggte Benutzer verfügbar. Bitte melde dich an oder erstelle ein Konto. Anmelden / RegistrierenUmso bedauerlicher war es, dass sich das Publikum an diesem Abend eher in überschaubaren Grenzen hielt. Der Atmosphäre tat dies jedoch nur bedingt Abbruch. Im Gegenteil: Die Nähe zur Band verlieh dem Konzert eine fast persönliche Note, die den Auftritt besonders intensiv machte.
Vor allem Frontfrau Amy zog mit ihrer Präsenz sofort alle Aufmerksamkeit auf sich. Rastlos bewegte sie sich über die Bühne, suchte immer wieder den Kontakt zum Publikum und verlieh den Songs mit ihrer Performance eine zusätzliche emotionale Tiefe. Selbst vor wenigen Zuschauern wirkte ihr Auftritt kein bisschen zurückhaltend – im Gegenteil: Sie performte mit beeindruckender Souveränität und Hingabe, als stünde sie vor einer ausverkauften Halle.
Musikalisch spannte die Band einen gelungenen Bogen zwischen älteren Stücken und neuem Material. Die Setlist wirkte durchdacht und abwechslungsreich, wobei sowohl treibende, energiegeladene Tracks als auch atmosphärisch dichtere Momente ihren Platz fanden. Ein besonderes Highlight war die Präsentation des aktuellen Releases „I Reflect the Sun, It Bounces Back“, der sich nahtlos in das bestehende Repertoire einfügte und das künstlerische Weiterentwicklungspotenzial der Band unterstrich.
Setlist:
- Dead to Me
- North Star
- The Garden
- Amber
- Blessed by Thy
- Congregation
- Reincarnate
- Safe
- Fevereaten
- Drank the Sap
- Burn to Hit
- I Reflect the Sun, It Bounces Back
- Reprise
- I See It
Trotz der geringen Besucherzahl lieferte die Band einen überzeugenden und leidenschaftlichen Auftritt ab, der deutlich machte, dass sie bereit ist, den nächsten Schritt zu gehen. Es bleibt zu hoffen, dass zukünftige Shows die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen.
