Review
Alice Cooper - The Revenge of Alice Cooper
Alice Cooper war im Rahmen seiner „Alice’s Attic“-Tournee wieder in der Schweiz, genauer gesagt in Dübendorf. Der US-amerikanische Veteran bot wie gewohnt eine sehr solide und professionelle Show, unterstützt von hervorragenden Musikern.
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Diese Funktion ist nur für eingeloggte Benutzer verfügbar. Bitte melde dich an oder erstelle ein Konto. Anmelden / RegistrierenDie „The Hall“ war jedoch nicht ausverkauft, was zweifellos zum Teil an der Konkurrenz durch das WM-Fussballspiel Schweiz – Kolumbien lag. Doch diejenigen, die sich für Hardrock statt für den Fussball entschieden hatten, haben es sicherlich nicht bereut.
Im Vergleich zu seinem letzten Auftritt in der Schweiz, im vergangenen Sommer im Rahmen des Festivals „Sion sous les étoiles“, hat sich die Setlist ein wenig verändert, was immer interessant ist. Die grossen Klassiker aus dem Repertoire des Sängers durften natürlich nicht fehlen, wie „Billion Dollar Babies“, „I’m Eighteen“, „Poison“ und der Megahit „School’s Out“. Erfreulich war auch die Rückkehr des hervorragenden „Brutal Planet“, das auf der vorherigen Tournee nicht gespielt wurde.
Ansonsten waren die üblichen Show-Elemente mit von der Partie, wie die Zwangsjacke und die Guillotine. All dies ermöglichte es den Fans, deren Durchschnittsalter recht hoch war, einen schönen Abend zwischen Nostalgie und Dezibel-Flut zu verbringen. Mit mittlerweile 78 Jahren ist Alice Cooper erstaunlich beweglich und seine Stimme ist nach wie vor auf einem guten Niveau.
Eine angenehme Überraschung war die Entdeckung der englischen Gitarristin Anna Cara (22), die auf dieser Tournee die schwangere Nita «Hurricane» Strauss vertritt. Die Newcomerin sorgte für grosses Aufsehen, insbesondere mit einem atemberaubenden Solo vor „Brutal Planet“.
Bemerkenswert ist, dass es leider keine Live-Vorband gab: stattdessen legte die lokale DJ Rosettli Rockhits auf. Davon war ich nicht gerade begeistert.
Laurent Wirz
