Review
Archagathus, Skunk, Acid Breakup & Ü.B.L.
Music and Resistance und 1 a Grind holen mit Archagathus eine Grind-Legende in’s Quai du Bas in Biel. Unterstützt auf ihrer Europa Tour werden die Kanadier von Skunk, mit denen sie auch einige Bandmitglieder teilen. Schweizer Mincecore Trio Acid Breakup eröffnen das Konzert.
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Diese Funktion ist nur für eingeloggte Benutzer verfügbar. Bitte melde dich an oder erstelle ein Konto. Anmelden / RegistrierenÜ.B.L. ist krankheitsbedingt ausgefallen, und das Konzert fängt darum etwas später an. Eigentlich gar nicht so schlimm, denn in der Zwischenzeit breitet sich der Schatten vor dem Quai du Bas aus, und die Luft kühlt sich auf das Erträgliche ab. Die ersten Töne von Acid Breakup lassen aber die Menge nach innen strömen, wo die Temperaturen schnell wieder steigen. Trotz der Hitze tragen die drei Skimasken – vielleicht gar nicht so schlecht, da der Schweiss damit gleich absorbiert wird, und nicht in die Augen läuft. Ganz so eingehüllt wie das letzte Mal beim Family Friendly Chlause Fest sind sie aber nicht, die Kostüme wurden zuhause gelassen und mit Shirt, Shorts und Schläppchen ersetzt. Die Band spielt punkigen Grind- beziehungsweise Mincecore, kaum fängt es an, schon hört es wieder auf: „Das ist schon alles“. Verständlich.
Kaum draussen etwas abgekühlt, geht es drinnen weiter und Skunk steht nach kurzem Soundcheck auf der Bühne. Die Kanadier sind ebenfalls zu dritt und ziehen gleich das Tempo an. Trotz Hitze gibt es einen erste Moshpit – und die Bewegung in der Menge lässt gleich die Luft mitzirkulieren. Viel hilft es aber nicht, mein Kameragurt klebt mir im Nacken, und die Setlist ist bald von Schweisstropfen übersäht. Mit hoher Geschwindigkeit rast die Band durch ihr Set, Pausen gibt’s nur, damit der Drummer seine Hände mit Toilettenpapier abtrocknen kann. Den Rufen nach „one more song“ kommen die drei nicht nach – es wäre Folter für Band und Publikum.
- Existence of Grief
- The Leader
- 4-Way Song
- Devious Campaign
- Fuck your Policy
- War Inc.
- Life of Dispair
- Grave of Death
- Death Industry
- Fear in your Head
- Death Industry
- No Rights
- Skunk
Last but (ganz sicher) not least – Archagathus. Gleich zwei der vier Bandmitglieder schieben eine Doppelschicht, nachdem sie schon für Skunk auf der Bühne gestanden sind. Kein Wunder also, dass sie schon von Anfang an (noch) leichter bekleidet sind als zuvor. Inzwischen ist es eingedunkelt, und willkommen kühl draussen, aber Archagathus ist nicht zu verpassen. Mit ihnen geht’s in fortgeschrittener Stunde noch ein Schrittchen weiter Richtung Goregrind, zumindest bei den Vocals. Die „Prinzen“ des Mincecore und Söhne des Agathocles, König von Syracuse (oder doch aus Belgien?) schaffen es, noch schneller zu spielen, mit noch erdrückenderen Riffs, die vorherige Anstrengung merkt man nicht, und auch das Publikum mosht munter mit, zumindest am Anfang. Beim letzten Song kommt nochmals Bewegung in die Menge und auch in die stagnante Luft, es kühlt etwas ab. Die Band lässt sich überraschenderweise doch noch auf „one more Song“ ein – schliesslich ist das ganze Set auch mit Verlängerung kaum mehr als 20 Minuten lang. In der Hitze zieht es sich aber trotz eingängigen Tönen trotzdem in die Länge.
- Nightmare
- Land of Filth
- Putrid Entrapgment
- Hair Farmer
- Big Dictator
- McDonald Trump
- Fuckin Ebola
- System What
- Hairarchy
- Jails
- Languorous Tyrannosaur
- Cannibal
- Mincecore Fabio
- Hey Agathocles
- Gay Basher
- Rip Rock
- Rip Blast
- Joe Rot
- Hair Dresser
- Guttural