Review
Blackbriar - A Thousand litte Deaths Tour 2025
Ein Abend voller Magie – Blackbriar und Forever Still im Kiff
Es war ein Abend des Symphonic Metal, der das Publikum im Kiff in Aarau in eine andere Welt entführte. Schon beim Betreten des Saals lag eine gespannte Erwartung in der Luft – eine Mischung aus Vorfreude, Mystik und musikalischer Leidenschaft.
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This feature is only available for logged in users. Please login or create a account. Login / RegisterDen Auftakt machte die dänische Band Forever Still um Sängerin Maja Shining. Mit ihrer zarten, fast ätherischen Stimme zog sie das Publikum sofort in ihren Bann. Ihre Songs, getragen von emotionaler Intensität und eingängigen Melodien, bauten eine faszinierende Atmosphäre auf – irgendwo zwischen Melancholie und Stärke. Besonders beeindruckend war die Leichtigkeit, mit der Maja zwischen sanften, fast flüsternden Passagen und kraftvollen Gesangsausbrüchen wechselte. Die Band zeigte dabei, dass sie sowohl in leisen Momenten berührt als auch in härteren Passagen mitreisst. Ein gelungener Auftakt, der den perfekten Grundstein für den Abend legte.
Nach einer kurzen Umbaupause wurde es dunkel, und der Raum füllte sich mit geheimnisvollen Klängen – Blackbriar betraten die Bühne. Die niederländische Band um Frontfrau Zora Cock versteht es meisterhaft, ihre Zuhörer in eine märchenhafte, fast filmische Klangwelt zu entführen. Mit ihrer charismatischen Bühnenpräsenz und ihrer unverkennbaren Stimme, die gleichermassen zart und kraftvoll ist, führte Zora durch ein abwechslungsreiches Set, das sowohl energiegeladene, treibende Songs als auch gefühlvolle Balladen beinhaltete.
Ein besonderes Highlight des Abends war Bassist Siebe Sol Sijpkens, der bei mehreren Stücken zum E-Cello griff. Diese Momente verliehen der ohnehin schon dichten Atmosphäre eine zusätzliche emotionale Tiefe – melancholisch, berührend und wunderschön. Die Kombination aus orchestralen Elementen, kraftvollen Gitarrenriffs und Zoras glasklarer Stimme liess das Publikum in eine musikalische Fantasywelt eintauchen, in der Zeit und Raum für eine Weile keine Rolle mehr spielten.
Das Publikum lauschte gebannt, klatschte, jubelte und liess sich von den Songs mitreissen. Zwischen verträumter Melancholie und euphorischer Energie entfaltete sich ein Abend, der zeigte, wie viel Gefühl und erzählerische Kraft im Symphonic Metal stecken kann. Als die letzten Töne verklungen waren, blieb ein Lächeln auf den Gesichtern der Besucher – man spürte, dass alle für einen Moment Teil dieser märchenhaften Welt geworden waren.
So verliess das Publikum das Kiff schliesslich fast schwebend – erfüllt, verzaubert und glücklich. Ein Konzertabend, der noch lange nachklingen wird.