Review
D-A-D & The 69 Eyes - Cowpunks and Glampires Tour
Skandinavischer Abend im Komplex:
Im gut gefüllten Komplex in Zürich machte die D-A-D-Tour Halt und verwandelte den Abend in ein nordisches Rock-Fest. Die Band aus Kopenhagen rund um Frontmann Jesper Binzer und den unvergleichlich charismatischen Bassisten Stig Pedersen zeigte eindrücklich, warum sie seit Jahrzehnten zu den festen Grössen des skandinavischen Hard Rock zählen.
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Diese Funktion ist nur für eingeloggte Benutzer verfügbar. Bitte melde dich an oder erstelle ein Konto. Anmelden / RegistrierenVon Beginn an hatte die Band das Publikum auf ihrer Seite. Jesper Binzer präsentierte sich stimmlich in Topform, energiegeladen, publikumsnah und mit sichtbarer Spielfreude. Immer wieder suchte er den direkten Kontakt zu den Fans, heizte die Stimmung an und bewies, dass D-A-D nicht nur von Nostalgie leben, sondern auch live nach wie vor absolut überzeugen.
Ein besonderes Highlight war einmal mehr Stig Pedersen, der mit seinen legendären, oft selbst entworfenen Bassgitarren für staunende Blicke sorgte. Sein extravagantes Bühnenoutfit passte perfekt zu seiner exzentrischen Performance und machte ihn – neben seinem markanten Spielstil – zu einem der optischen Fixpunkte des Abends.
Die Setlist führte quer durch das umfangreiche Schaffen der Band: Klassiker wechselten sich mit neueren Songs ab, ohne dass die Energie im Raum auch nur einen Moment nachließ. Für einen der emotionalsten Momente des Konzerts sorgte Jesper, als er sich mitten ins Publikum begab, dort einen Song sang und das Gemeinschaftsgefühl zwischen Band und Fans spürbar intensivierte.
Eröffnet wurde der Abend von den finnischen Dark Rockern The 69 Eyes um Sänger Jyrki Pekka Emil Linnankivi. Mit ihrem düsteren, glamourösen Sound und der coolen Bühnenpräsenz lieferten sie einen stimmungsvollen Auftakt und bereiteten den Boden für den Hauptact. Das Publikum nahm die Band dankbar auf und ließ sich bereitwillig auf die melancholisch-dunkle Atmosphäre ein.
Insgesamt bot der Abend eine gelungene Mischung aus Nostalgie, Energie und skandinavischer Rockkultur – ein Konzert, das zeigte, dass D-A-D auch nach all den Jahren nichts von ihrer Live-Qualität eingebüßt haben.
