Review
Gotthard & Krokus - Rock Monsters of Switzerland
Schweizer Heavy-Metal-Power pur im Hallenstadion
Das Zürcher Hallenstadion wurde an diesem Abend zum Zentrum der Schweizer Rockgeschichte. Unter dem Titel Rockmonster Switzerland trafen zwei Generationen heimischer Rockmusik aufeinander: Gotthard und Krokus standen gemeinsam auf der Bühne und sorgten für ein Konzert, das Kraft, Emotionen und Nostalgie vereinte.
Alle Bilder herunterladen
Diese Funktion ist nur für eingeloggte Benutzer verfügbar. Bitte melde dich an oder erstelle ein Konto. Anmelden / RegistrierenMit Gotthard betrat die erfolgreichste Schweizer Rockband der 1990er-Jahre die Bühne. Die Band, die sich nach dem tragischen Tod von Frontmann Steve Lee neu formiert hat, zeigte eindrücklich, dass sie nichts von ihrer musikalischen Stärke eingebüsst hat. Das Publikum wurde gleich zu Beginn mit einer Reihe kraftvoller Songs abgeholt: „All We Are“, „Dream On“ und „Hush“ sorgten für einen druckvollen Start und setzten den Ton für ein abwechslungsreiches Set quer durch die Bandgeschichte.
Im weiteren Verlauf präsentierte Gotthard zahlreiche Klassiker und Fan-Favoriten. Besonders emotional wurde es bei „Mountain Mama“ sowie beim zeitlosen Hit „One Life, One Soul“, der im Hallenstadion von tausenden Stimmen mitgesungen wurde und einmal mehr die besondere Verbindung zwischen Band und Publikum zeigte. Die Spielfreude und Routine der Musiker waren jederzeit spürbar, ebenso der Respekt vor dem musikalischen Erbe der Band.
Zuvor hatten bereits die Hard-Rock-Urgesteine von Krokus um Mastermind Chris von Rohr das Publikum auf Betriebstemperatur gebracht. Ihr Auftritt begann mit dem legendären „Headhunter“ – nostalgisch, laut und voller Energie. Mit weiteren Klassikern wie „Long Stick Goes Boom“ und „American Woman“ bewies die Band eindrucksvoll, warum sie seit Jahrzehnten zu den prägenden Namen des Schweizer Hard Rock zählt.
Frontmann Marc Storace und Chris von Rohr verstanden es bestens, das Publikum immer wieder aktiv einzubeziehen und zum Mitsingen zu animieren. Musikalisch unterstützt wurden sie von den langjährigen Bandmitgliedern Fernando von Arb, Mandy Meyer und Mark Kohler, die gemeinsam für den charakteristischen, kraftvollen Krokus-Sound sorgten.
Ein besonderer Höhepunkt des Abends folgte nach dem ersten Set von Gotthard: Beide Bands kehrten gemeinsam auf die Bühne zurück. Bei diesem einmaligen Zusammenspiel wurden Klassiker von Gotthard und Krokus zusammen zelebriert – ein symbolträchtiger Moment, der die Verbundenheit der Schweizer Rockszene eindrucksvoll unterstrich und vom Publikum frenetisch gefeiert wurde.
Eröffnet wurde der Abend von der Band Bluedög um Philip „Bluedög“ Gerber. Mit ihrem energiegeladenen Auftritt gelang es ihnen, das Hallenstadion stimmungsvoll auf das folgende Rock-Spektakel einzustimmen und einen gelungenen Auftakt für einen unvergesslichen Konzertabend zu liefern.
