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Jungle Rot & Rats Of Gomorrah
Old School? Old School! Jungle Rot kehren zusammen mit Rats of Gomorrah in die Sunset Bar in Martigny zurück, um Old School Death Metal an Mann und Frau zu bringen.
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This feature is only available for logged in users. Please login or create a account. Login / RegisterRats of Gomorroh aus Deutschland eröffnen den Abend. Das Duo aus Kiel begleitet Jungle Rot auf ihrer Europa Tour im Juli – vorher wurde Jungle Rot von KHNVM unterstützt, die ab August abermals vor den Amerikanern spielen werden. Bislang haben Rats of Gomorroh unter ihrem jetzigen Namen erst ein Album herausgebracht: „Infectious Vermin„, dass 2025 erschienen ist. Live greift das Duo aber auch auf das Material ihrer vorherigen Band Divide zurück. Ihr Set eröffnen sie mit der Single zu ihrem Debut „Rattenkönigin“ – trotz des Namens gänzlich in Englisch gesungen. Der eröffnende Riff ist überraschend melodiös, und die Band zeigt schnell, dass sie nicht so einfach in die OSDM Schublade gesteckt werden kann, immer wieder mal scheinen auch von anderen Genres geborgte Elemente durch. Der Drummer erklärt, dass sie als Duo auftreten „weil sie es können“, und weil sie „alle andere rausgeschmissen haben“. Auf der kleinen Bühne der Sunset Bar machen sie sich auf jedenfalls nicht schlecht, und der Gitarrist wechselt zwischen Mikrofon und mit Sticker beklebten Raiser ab, was die Bühne gut füllt. Ihr „langsamster“ Song „Night Orbit“ wird an Pavel, dem Fahrer von Jungle Rot gewidmet – denn dieser bräuchte etwas mehr Schlaf. „Night Orbit“ ist in der Tat etwas langsamer als die restliche Musik – und wie versprochen auch der langsamste Song des Abends. Musik zum Einschlafen ist es, zumindest im klassischen Sinne trotzdem nicht.
- Rattenkönigin
- Swarming Death
- Lack of Black
- Face no Consequence
- Night Orbit
- Deathhammer
- Vat of Acid
- Death Metal Punks
- Rats of Gomorrah
- (Not yours)
Punkt 21:00 ertönt eine laute Glocke – fängt es schon an? Zwar stehen Jungle Rot schon auf der Bühne, aber eigentlich sollte es erst in einer Viertelstunde losgehen. „Ready whenever you are“ – die Band wartet aber noch das Ende von Type O Negative’s „Black No. 1 (Little Miss Scare-All)“ ab, das über die Lautsprecher ertönt und zum Mitsingen animiert. Jungle Rot tritt nicht zum ersten Mal in Martigny auf, ihr Logo ziert schon die Wand rum um den Ausgang des Konzertsaals. Wie die Band erzählt, sind sie das letzte Mal sind sie 2019 hier gewesen. Höchste Zeit also, ihren Old School Sound zurück nach Martigny zu bringen. Trotz begrenztem Platz animiert dieser das Publikum sowohl zu einer kleinen Moshpit als auch zum Crowdsurfen. Letzteres ist in der Sunset Bar zwar möglich, aber zwischen Köpfen und Decke muss man den Bauch einziehen. Und auch beim Headbangen gilt aufgepasst, zumindest wenn man sehr lange Haare hat: Einer der langen Dreadlocks des einen Gitarristen der Band bleibt an der Decke hängen. Zu „Eat Fuck Kill“ fordert der Frontmann zum Mitsingen auf, verzweifelt aber ein bisschen an der zurückhaltenden Natur der Schweizer. An der Show am Tag zuvor sei das Publikum aber noch weniger enthusiastisch gewesen, und diesmal schafft es die Band trotzdem zum Mitbrüllen zu animieren; der Songtext ist auch nicht besonders schwer zu lernen. Und der ultimative Test nach dem „Old School“ – „yeah!“ wird mit Bravour bestanden: nach „New School“ bleibt das Publikum nämlich ganz still. Und beim grossen „Fuck You“ am Ende macht man auch mit, auch wenn einige sich fragen zu scheinen, ob das jetzt höflich ist oder nicht. Was aber jedenfalls höflich ist, ist der Band Merch abzukaufen. Schon vor Beginn der Tour hatten die US Amerikaner mit logistischen Problemen zu kämpfen, und mussten ein Go Fund Me einrichten, um die zusätzlichen Kosten zu decken. Innerhalb kürzester Zeit wurde ihr Ziel erreicht (und auch schon vor ihrem Auftritt in Martigny), aber ein T-Shirt zu kaufen schadet natürlich trotzdem nicht.
- Apocalyptic Dawn
- Stay Dead
- Doomsday
- A Call To Arms
- Beyond the Grave
- A Burning Cinder
- Maniacal
- Face Down
- Worst Case Scenario
- Legacy of the Damned
- F.K.
- Suffer in Silence
- Population Suicide
- Send Forth Oblivion
- Cruel Face of War (Encore)
- What Horrors Await (Encore)
- Psychotic Cremation (Encore)
Wer Jungle Rot verpasst hat, gab es sie noch am nächsten Tag in Basel zu sehen. Wer gerne etwas weiter reist, kann sie auch noch beim Dortmund Deathfest in Deutschland hören.
Die Sommerhitze lässt sich übrigens im klimatisierten Konzertraum bestens überstehen – wer Bands lieber im intimen Rahmen hören möchte statt bei Festivals bei 35°C im Schatten ist bei der Sunset Bar bestens bedient. Die Location in Martigny kennt nämlich keine Sommerpause, und ist immer wieder mal Gastgeber internationaler Genregrössen, die sonst meist nur Festivals bespielen. Diesem Sommer gibt’s noch Sangusiugabogg und Cryptopsy zu sehen, und wer Hardcore mag, kann sich vielleicht für Alea Jacta Est, oder Adolescents begeistern