Review
Slamcult XXV: Pighead, Adelon & Bleedskin
Trotz Schneefall bei meiner Ankunft in Thun ist es im AKuT in Thun angenehm warm – vielleicht sogar heiss. Das Slamcult geht in seine fünfundzwanzigste Runde und heizt den Konzertsaal ordentlich auf. Auf dem Programm: Adelon aus Lausanne als Aufwärmer, Bleedskin aus Belgien, um den Saal richtig zum Kochen zu bringen, und Pighead aus Deutschland, die den Abend mit Furore abschliessen.
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Diese Funktion ist nur für eingeloggte Benutzer verfügbar. Bitte melde dich an oder erstelle ein Konto. Anmelden / RegistrierenAdalon eröffnet den Abend. Die Progressive Death Metal Band aus Lausanne überzeugt mit einer ausdrucksstarken Performance. Langsamere, „cleane“ Passagen wechseln sich dynamisch mit schnellen und intensiveren ab. Bis jetzt haben die Vier einige Singles und eine EP vorzuzeigen, aber ein Blick auf die Setlist verrät, dass sie noch viel mehr auf Lager haben. Ob es dann bald ein Album gibt?
- Storm
- Ascetic Lethargy
- Spiritual
- Ophidian
- Drown
- Botor 1-2
Als Zweites dran ist Bleedskin aus Belgien. Die Töne aus dem Soundcheck überzeugen mich nicht – umso positiver bin ich also von der eigentlichen Performance überrascht. Gleich von Anfang an gibt die Band alles und reisst das Publikum mit hoher Energie und genauso hohem Tempo mit. Bleedskin’s Musik beansprucht die Halsmuskeln von Band und Publikum – Gitarristin und Vokalistin Céline macht es vor und schwingt ihre Haarpracht fast durchgehend mit. Die einzige kurze Auszeit wird gewährt, als jemand aus dem Publikum sich im Pit am Fuss verletzt. Den Aufrufen zu Circle Pit und einer Wall of Death kommt die Menge trotzdem nach. Das Einzige, was fehlt: Eine Zugabe am Ende.
- Echoes of the Past
- Deadly Chasem
- The Dead Sale
- Schizophrenia
- Purgatory
- The Reaper
- From Hunted to Hunter
- Darkest Secret
- No One Will Hear You
- Spread Your Venom
Ihren ersten geplanten Auftritt beim Slamcult im August 2024 mussten Pighead COVID-bedingt absagen. Diesmal haben sie aber trotz Nebel und Schneefall den Weg nach Thun gefunden und stehen jetzt endlich auf der Bühne des AKuTs. In der Zwischenzeit gab es auch einen Mitgliedswechsel, in der jetzigen Aufstellung gab es sie zum ersten Mal beim Deathfeast OpenAir 2025 auf der Bühne zu sehen. Es brauchte nur wenig, um das Publikum wieder in Fahrt zu bringen, und nach kurzer Zeit brodelt der Saal schon wieder. Teilweise überkocht es – irgendwann werden die Monitore auch gar nicht mehr wieder richtig hingestellt, denn einen Moment später werden sie sowieso wieder verschoben. Auch die Getränke der Band können sich von der Menge nicht retten. Genauso hoch wie der Lärmpegel war auch, zumindest bei manchen, der Alkoholpegel, und gegen Ende ging es vielleicht ein wenig zu wild zu und her – die Band ruft zu „etwas mehr aufpassen“ auf. Inzwischen ist die Temperatur wieder trotz Stosslüften wieder im unangenehmen Bereich angelangt, und die Hitze setzt Band und Publikum zu, trotzdem gibt es noch eine Zugabe nach zwei „letzten“ Songs.
- Drenched in Purulence
- Grub into Addled Meat
- Convulsed in Decomposition
- Inhale the Death
- Insidious Vows by Spiritual Impostors
- Piggrinder
- Ragged and Fractured
- Kill the Living, Eat the Dead
- Relapse into Absurdity
- Strangled with a Cablestrap
- Siamese Spawn
- Corrupted
- Vicious Cacophonic Chants
- Shattering Pulse of Revulsion
Wie immer ein gelungener Abend – bis jetzt ist weder das Line-Up noch das Datum für die nächste Ausgabe des Slamcults bekannt, aber wer Lust auf mehr des Gleichen hat, kann sich auf die dritte Ausgabe des Steinbock Deathfest am 11. April freuen, oder auf das Rock the Hell, das am 22. und 23. Mai in Alt St. Johann stattfindet.