Review
the Gathering - Mandylion 30th Anniversary Tour
Im Rahmen ihrer „Mandylion 30th Anniversary Tour“ machten The Gathering Halt im ausverkaufsnah gefüllten Z7 Konzertfabrik in Pratteln. Für viele Fans war dieser Abend weit mehr als nur ein Konzert: Gemeinsam mit Sängerin Anneke van Giersbergen stand das klassische „Mandylion“-Line-up wieder auf der Bühne und ließ eine der prägendsten Epochen der Bandgeschichte aufleben. Schon im Vorfeld hatte die Band jedoch klargestellt, dass es sich nicht um eine Reunion handelt. Vielmehr seien diese Auftritte eine einmalige Gelegenheit, das wegweisende Album Mandylion zum 30-jährigen Jubiläum gebührend zu feiern.
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Diese Funktion ist nur für eingeloggte Benutzer verfügbar. Bitte melde dich an oder erstelle ein Konto. Anmelden / RegistrierenBereits mit den ersten Klängen von Eléanor wurde deutlich, dass dieser Abend etwas Besonderes werden würde. Die Band präsentierte sich in hervorragender Verfassung und schaffte es mühelos, die Atmosphäre des 1995 erschienenen Albums einzufangen. Anneke van Giersbergen überzeugte mit ihrer unverwechselbaren Stimme, die nichts von ihrer Ausdruckskraft verloren hat und die Songs auch drei Jahrzehnte nach ihrer Entstehung noch mit derselben Intensität trägt.
Die Fans erhielten genau das, worauf sie gehofft hatten: Das komplette „Mandylion“-Erlebnis. Klassiker wie Fear the Sea, In Motion #1, On Most Surfaces (Inuït) und Broken Glass entfalteten ihre ganze Magie und wurden vom Publikum begeistert aufgenommen. Besonders eindrucksvoll war die Mischung aus schweren Gitarrenriffs, atmosphärischen Keyboardflächen und den emotionalen Gesangslinien, die den charakteristischen Sound von The Gathering bis heute ausmachen.
Auch die weiteren Albumstücke wie Waking Hour, Probably Built in the Fifties und Analog Park wurden mit großer Spielfreude dargeboten. Bei Leaves und dem epischen Sand and Mercury erreichte die Stimmung im Saal ihren Höhepunkt. Gerade letzteres Stück entfaltete live eine hypnotische Wirkung und sorgte für einen jener Momente, in denen Band und Publikum völlig miteinander verschmelzen.
Mit dem unverzichtbaren Klassiker Strange Machines endete der reguläre Teil des Konzerts unter frenetischem Applaus. Doch natürlich ließ die Band ihre Fans nicht ohne Zugaben nach Hause gehen. Mit Travel und dem von vielen Fans sehnsüchtig erwarteten Saturnine setzte sie den perfekten Schlusspunkt unter einen Abend voller Erinnerungen, Emotionen und musikalischer Klasse.
Bereits vor dem Hauptact hatte die französische Band Lizzard das Publikum auf den Abend eingestimmt. Mit ihrem energiegeladenen Progressive-Rock hinterließen sie einen starken Eindruck und erwiesen sich als ideale Wahl für die Eröffnung dieses besonderen Konzertabends.
Am Ende blieb die Erkenntnis, dass manche Alben auch nach 30 Jahren nichts von ihrer Faszination verloren haben. The Gathering zeigten eindrucksvoll, warum „Mandylion“ als Meilenstein des Gothic- und Alternative-Metal gilt. Die seltene Gelegenheit, die Band in dieser Besetzung noch einmal erleben zu dürfen, machte das Konzert im Z7 zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Anwesenden. Es war ein Abend voller Nostalgie, aber keineswegs ein Blick zurück in die Vergangenheit – vielmehr der Beweis dafür, wie zeitlos diese Musik bis heute geblieben ist.